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DKG stellt überarbeitetes Krankenhausverzeichnis vor

Frau am Laptop

DKG stellt überarbeitetes Krankenhausverzeichnis vor

Aus der Praxis

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Krankenhausverzeichnis bietet nach Update noch mehr Informationen

Berlin. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Deutsche Krankenhaus Trustcenter und Informationsverarbeitung GmbH (DKTIG) haben am Montag in Berlin ihr überarbeitetes Krankenhausverzeichnis vorgestellt. Das Deutsche Krankenhausverzeichnis ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein leicht zu nutzendes Online-Verzeichnis, das Patientinnen und Patienten Auskunft über Leistungsangebot und Behandlungsqualität sämtlicher deutscher Krankenhäuser gibt. Mehr als 500.000 Menschen nutzen das Verzeichnis jeden Monat. Seit vielen Jahren ist das Verzeichnis auch auf den Gesundheitsinformationsseiten des Bundesgesundheitsministeriums eingebunden. Das Lauterbach-Haus hatte den Vertrag allerdings gekündigt, so dass Nutzern der Ministeriumsseite das Krankenhausverzeichnis ab dem 1. Mai nicht mehr zur Verfügung steht.

Ab dem 1. Mai wird das Deutsche Krankenhausverzeichnis um weitere Inhalte ergänzt.

„Das Deutsche Krankenhausverzeichnis hilft seit vielen Jahren Patientinnen und Patienten dabei, das für sie beste Krankenhaus zu finden. Es bietet ihnen laienverständlich Informationen über Fallzahlen, personelle Ausstattung, Komplikationsraten und vieles mehr. Ich freue mich, dass jetzt noch mehr Daten hinterlegt sind, so z.B. die Angebote zur Long-Covid-Behandlung. Vor allem wird aber den Nutzern mit der Transparenzsuche eine leichte und klare Entscheidungshilfe an die Hand gegeben. Man findet so die Leistung der Kliniken, die Erfüllung von Qualitätsindikatoren in einem einfachen Farbsystem, die personelle Ausstattung des Hauses und in ausgewiesenen Behandlungen die Komplikationsraten. Kombiniert mit der Beratung durch den behandelnden Arzt bietet das Verzeichnis so eine gute und valide Entscheidungshilfe für Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen.

Es zeigt aber auch, dass die Kliniken schon seit Jahrzehnten transparent über ihre Leistungsfähigkeit informieren. Die Mär, dass diese Informationen den Patientinnen und Patienten vorenthalten werden, ist schlicht unwahr. Wir können immer besser werden, und das machen wir mit dem neuen Transparenzatlas auch. Wichtig ist, dass für alle Kliniken gleiche verlässliche und geprüfte Daten Grundlage der Suche sind.
Bedauerlich ist, dass das Bundesgesundheitsministerium den Vertrag zur Einbindung des Verzeichnisses auf seinen Seiten gekündigt hat. Es hat dort über lange Zeit Patientinnen und Patienten bei der Suche nach dem geeigneten Krankenhaus geholfen. Diese Transparenz ist jetzt zumindest auf den Seiten des BMG verlorengegangenen“, erklärt der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß.

„Mit der Überarbeitung des Deutschen Krankenhausverzeichnisses wollen wir die Nutzerfreundlichkeit deutlich erhöhen. Zusätzlich zu den 12,5 Millionen Daten der Qualitätsberichte haben wir die Daten zu Behandlungsangeboten zu Long Covid im Deutschen Krankenhausverzeichnis hinterlegt. Zudem hat jedes Krankenhaus in Deutschland einen Zugang zum Verzeichnis, um dort insbesondere Kontaktdaten und Ansprechpartner tagesaktuell zu pflegen. Von dieser Möglichkeit machen ca. 60 Prozent der Krankenhäuser Gebrauch. Zudem haben wir es mit den neuen Suchfunktionen noch einfacher gemacht, das passende Krankenhaus tatsächlich zu finden. Uns ist wichtig, dass wir nicht durch irgendwelche Algorithmen oder durch das Einpflegen unzuverlässiger oder nur teilweise vorhandener Daten Suchergebnisse priorisieren. Ein solches Vorgehen würde das Vertrauen in eine Transparenzsuche stark beeinträchtigen. Für die Zukunft werden wir nach entsprechender Validierung weitere Daten ins Krankenhausverzeichnis aufnehmen und das auch immer transparent machen. So werden wir beispielsweise nach und nach zertifizierte Zentren ergänzen,“ erklärt René Schubert, Geschäftsführer der DKTIG.

Das Deutsche Krankenhausverzeichnis ist unter www.deutsches-krankenhaus-verzeichnis.de zu erreichen.

Quelle: DKG

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