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Geno-Kliniken behandeln rund sechs Prozent mehr Fälle als im Vorjahr

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Geno-Kliniken behandeln rund sechs Prozent mehr Fälle als im Vorjahr

Aus der Praxis

3 MIN

Aufsichtsrat der Gesundheit Nord befasst sich mit vorläufigem Jahresabschluss

Bremen. Die Gesundheit Nord hat das Geschäftsjahr 2023 deutlich besser abgeschlossen als geplant. Darüber hat die Geschäftsführung den Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung informiert. Grund für das gute Ergebnis sind einerseits höhere Zuschüsse als erwartet, andererseits eine deutliche Leistungsverbesserung in den Geno-Krankenhäusern. Die Kliniken konnten deutlich mehr Patientinnen und Patienten behandeln als geplant. Auch ohne die Zuschüsse konnte die Gesundheit Nord ihr Ergebnis im Vergleich zu den Vorjahren verbessern. Die Sanierungsmaßnahmen zeigen im dritten Jahr hintereinander Erfolge.

Bei der Wirtschaftsplanung für das Jahr 2023 war die Gesundheit Nord noch davon ausgegangen, das operative Geschäft mit einem Minus von rund 18 Mio. Euro abzuschließen. Durch die gestiegenen Energiekosten und die hohe Inflation hat der Klinikverbund allerdings hohe Ausgleichzahlungen der Freien Hansestadt Bremen und des Bundes erhalten und blickt nun infolge dieser Billigkeitsleistungen in Höhe von 31 Mio. Euro auf ein EBITDA – also auf das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen – von 20,5 Mio. Euro. Außerdem konnte die Zahl der Fälle in den somatischen Disziplinen gegenüber dem Vorjahr um mehr als sechs Prozent gesteigert werden. Der Wirtschaftsplan wurde damit um drei Prozent übertroffen. In Zahlen ausgedrückt, haben die Krankenhäuser 2023 rund 4.550 Fälle mehr behandelt als im Jahr 2022.

Die Ergebnisse zeigen wiederholt einen Aufwärtstrend. Durch Sanierungsmaßnahmen – also durch ein konsequentes Kostenmanagement, verbesserte Prozesse und gestiegene Leistungen – konnten 2023 gegenüber dem Vorjahr rund 30 Mio. Euro Sanierungseffekte erreicht werden. Diesen Effekten steht allerdings die so genannte Kosten-Erlös-Schere gegenüber. Vereinfacht gesagt: Durch ständig steigende Kosten, die nicht durch die Fallpauschalen gegenfinanziert werden können, wird ein großer Teil des Sanierungserfolges aufgezehrt. „Vor uns liegen noch einige Herausforderungen, aber wir sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Dr. Dorothea Dreizehnter. „Unsere Belegschaft hat im dritten Jahr hintereinander mit großem Einsatz und Engagement dafür gesorgt, dass die Sanierungsmaßnahmen erfolgreich sind. Wir können hier eindeutig von einem positiven Trend sprechen. Das lässt uns mit großer Zuversicht in die Zukunft schauen.“ Ab 2027 soll der Klinikverbund durch die Umsetzung der Maßnahmen im operativen Geschäft wieder schwarze Zahlen schreiben.

Der Aufsichtsrat befasste sich auch mit dem aktuellen Stand der Restrukturierung der Gesundheit Nord. Das Restrukturierungskonzept war im Juli vergangenen Jahres beschlossen worden. Es soll bis 2032 umgesetzt sein und beinhaltet unter anderem die Verlagerung der stationären Bereiche des Klinikums Links der Weser an das Klinikum Bremen-Mitte und die Zentralisierung wichtiger Bereiche wie Speisenversorgung, Medizinprodukteaufbereitung und Labor. Am heutigen Klinikum Links der Weser entsteht zudem ein ambulantes Ärztezentrum, das die medizinische Versorgung der Menschen im Stadtteil Obervieland und den angrenzenden Stadtteilen gewährleistet. „Auf diese Weise werden wir die Krankenhäuser der Gesundheit Nord besser miteinander vernetzen, unsere gesamten Strukturen effizienter gestalten und unsere heute schon vorhandenen ambulanten Angebote konsequent ausbauen“, sagt Dr. Dorothea Dreizehnter. Auch in Zeiten des Fachkräftemangels könne so dauerhaft eine hochwertige Gesundheitsversorgung für Bremen und die gesamte Metropolregion sichergestellt werden. „Zugleich führen wir den Klinikverbund in eine stabile wirtschaftliche Zukunft und sichern Arbeitsplätze in kommunaler Trägerschaft.“

Quelle: Gesundheit Nord gGmbH

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