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Größtes nicht-universitäres Krankenhausbauprojekt in Bayern

Die Baustelle des neuen Klinikareals am Autobahnkreuz

Größtes nicht-universitäres Krankenhausbauprojekt in Bayern

Aus der Praxis

3 MIN

Jetzt ist offizieller Spatenstich für den Bau von Klinikum Memmingen und Bezirkskrankenhaus Memmingen

Memmingen. Es ist eines der größten nicht-universitären Krankenhausbauprojekte in Bayern: Der geplante Neubau von Klinikum Memmingen und Bezirkskrankenhaus Memmingen. Der hochmoderne Gesundheitscampus entsteht auf einer rund 7,7 Hektar großen Fläche am Autobahnkreuz im Memminger Norden. Jetzt findet der offizielle Spatenstich für das Großprojekt mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Gesundheitsministerin Judith Gerlach, sowie den Bauherren und Planern statt.

„Mit diesem gigantischen Projekt schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine zukunftssichere, medizinische Versorgung unserer Region“, freut sich Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und betont dabei unter anderem die günstige Lage des künftigen Gesundheitscampus an der Schnittstelle der Autobahnen A7 und A96.

Wie bereits mehrfach berichtet, werden dort auf einem rund 7,7 Hektar großen Areal zwei moderne Bauten für das Klinikum Memmingen und die Bezirkskliniken Schwaben entstehen. Daneben ist ein geräumiges Parkhaus vorgesehen. Das Medizinische Versorgungszentrums (MVZ) des Klinikums sowie die Krankenpflegeschule werden ebenfalls am Gesundheitscampus untergebracht.

Die Baukosten für das neue Klinikum werden derzeit auf rund 468 Millionen Euro geschätzt, die Kosten für den Bau des Bezirkskrankenhauses (BKH) auf rund 48,8 Millionen Euro.

„Dieses Neubauprojekt unterstreicht die absolute Bedarfsnotwendigkeit der Memminger Krankenhäuser“, unterstreicht der Vorstand des Klinikums Memmingen, Maximilian Mai. „Wir sind eines der wenigen Häuser, die das Leistungsniveau aus der Zeit vor Corona wiedererlangt haben und sogar noch steigern konnten.“

Wichtige Grundpfeiler beim Klinikneubau sind eine optimale Wegeführung und Prozessabwicklung, eine Wohlfühlatmosphäre für Patienten und Mitarbeiter sowie Nachhaltigkeit bei Bau und laufendem Betrieb. Ausgeführt werden sollen auf einer knapp 35.000 Quadratmeter großen Nutzfläche: 480 stationäre und neun teilstationäre Betten in zeitgemäßen Ein- und Zweibettzimmern sowie effizient geplante Bereiche für OP, Intensivstation, Funktionsbereiche und Ambulanzen, verteilt auf sechs Ebenen zuzüglich Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach der Klinik. Auch eine Pandemiestation mit 28 Betten ist geplant, die über einen separaten Zugang mit eigenem Aufzug verfügen soll. Miteingeplant in den modernen Neubauentwurf sind auch bereits vorhandene Pufferflächen, falls zukünftig beispielsweise die Operationssäle oder andere Funktionsräume erweitert werden müssen.

Krankenhausbauprojekt ist gestartet

Vorausgegangen waren dem Spatenstich vorbereitende Maßnahmen auf dem künftigen Krankenhausgelände. Unter anderem wurde der Mischwasserkanal verlegt, der das Regen- und Abwasser der Stadt Memmingen in die Kläranlage nach Heimertingen befördert. Bei der Kanalverlegung wurden Wärmetauscher eingebaut, die helfen sollen, das künftige Klinikum umweltfreundlich zu beheizen. Im Herbst sollen nun die Aushubarbeiten für den Neubau von Klinikum und BKH starten.

Derzeit gehen die Bauherren davon aus, dass mit dem eigentlichen Krankenhaus-Neubau im Frühjahr 2025 begonnen werden kann, so dass das neue Klinikum und das BKH wie geplant 2029 in Betrieb genommen werden können.

Auch weitere Gesundheitseinrichtungen könnten laut Klinikvorstand Mai auf dem Gesundheitscampus Platz finden, wie beispielsweise ein ambulantes OP- und Facharztzentrum, ein Physio- und Vitalcenter, eine Apotheke, Pflege- oder Rettungsdiensteinrichtungen.

Mai bedankt sich in diesem Zusammenhang für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Baupartner, den Bezirkskliniken Schwaben, sowie die große Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie die Regierung von Schwaben.

Quelle: Klinikum Memmingen

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