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Insolvente Warnow-Klinik ist gerettet

Ulrike Hoge-Peters

Insolvente Warnow-Klinik ist gerettet

Aus der Praxis

2 MIN

Aufatmen bei den rund 190 Mitarbeitern. Auch die stationäre Versorgung der Patienten ist für die Zukunft sichergestellt.

Rostock. Am Amtsgericht Rostock wurde am 10. Januar der Insolvenzplan bestätigt, so dass das am 31. Juli beantragte Insolvenzverfahren nun zum Abschluss kommt. Die Stadt Bützow bleibt Gesellschafterin des mit 71 Betten kleinsten Krankenhauses Mecklenburg-Vorpommerns. Neuer Mehrheitsgesellschafter wird die Curiates ClinicCare GmbH, ein ebenfalls im Landkreis Rostock ansässiges Unternehmen. Die Güstrower Curiates-Gruppe betreibt an den Standorten Rostock, Greifswald, Loitz, Kirtzmow und Dummerstorf Medizinische Versorgungszentren zur fachübergreifenden ambulanten Versorgung unter ärztlicher Leitung. Curiates-Geschäftsführer Dr. Marco Krüger, Facharzt für Allgemeinmedizin, möchte in der Zukunft noch mehr auf eine enge Vernetzung zwischen ambulanter und stationärer Betreuung der Patienten setzen, was dem aktuellen gesundheitspolitischem Trend folgt. Als neuer Geschäftsführer der Warnow-Klinik freut sich Krüger auf diese Aufgabe. „Durch die geplante Vernetzung zwischen ambulanten und stationären Leistun-gen werden wir auch zukünftig eine optimale Versorgung vor Ort anbieten können“.

Erleichtert zeigt sich Insolvenzverwalterin Ulrike Hoge-Peters von der auf Insolvenzrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei HGW: „Es waren herausfordernde Monate. Ich freue mich, dass wir die Warnow-Klinik mit vereinten Kräften retten konnten. Ich danke vor allem den Mitarbeitern, von denen der größte Teil der Klinik trotz der unsicheren Perspektive die Treue gehalten hat, sowie auch der Landespolitik, insbesondere dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport.“ In den nächsten Monaten wird für die Warnow-Klinik eine neue und auf die Bedürfnisse der sich aktuell ändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen angepasste Medizinstrategie umzusetzen sein.

Verfahrensbeteiligte waren neben Rechtsanwältin Ulrike Hoge Peters, Partnerin von HGW, auch die Krankenhausmanagementgesellschaft HC&S, die mit Dr. Ulrike Heesemann den Chief Restructuring Officer (CRO) und ihrem Vorstandsvorsitzendem Dr. Nicolas Krämer ein Mitglied des Gläubigerausschusses gestellt hatte, sowie die auf Restrukturierung und Transaktionen spezialisierte Beratungsgesellschaft WAYES mit Partner Falk Schnurbusch und seinem Team. Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten hat wesentlich zur erfolgreichen Rettung der Klinik beigetragen.

Quelle: HC&S

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