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Interprofessionelle Ausbildungsstation InSta an der Universitätsmedizin Mainz: Pflege und Medizin lernen gemeinsam

Interprofessionelle Ausbildungsstation InSta Universitätsmedizin Mainz

Besprechung auf der Station: PJler und Auszubildende übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Patient:innen

Interprofessionelle Ausbildungsstation InSta an der Universitätsmedizin Mainz: Pflege und Medizin lernen gemeinsam

Aus der Praxis

3 MIN

Mainz. An der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz ist die neue interprofessionelle Ausbildungsstation InSta gestartet. Medizinstudierende im Praktischen Jahr und Pflegeauszubildende übernehmen dort gemeinsam Verantwortung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten – eingebettet in eine reguläre gastroenterologische Station und begleitet von erfahrenen Praxisanleitenden sowie Fach- und Oberärztinnen und -ärzten. Das vom Gutenberg-Lehrkolleg der Universität Mainz geförderte Konzept stößt bei Auszubildenden, Studierenden und Patientinnen und Patienten bereits auf positive Resonanz.

Konzept: Vier Wochen gemeinsame Patientenverantwortung

Über einen Zeitraum von vier Wochen betreuen die Auszubildenden und Studierenden unter Supervision bis zu vier Patientinnen und Patienten während ihres gesamten stationären Aufenthalts. Gemeinsame Visiten, Fallbesprechungen und Übergaben sind fester Bestandteil des Alltags auf der InSta. Erfahrene Praxisanleitende und Ärztinnen und Ärzte begleiten die Lernenden im Hintergrund, geben praxisnahes Feedback und stehen bei Bedarf jederzeit zur Verfügung.

Wöchentliche Fortbildungen und Peer-Learning

Ein zentrales Element des Formats sind wöchentliche Fortbildungsrunden, in denen die Auszubildenden Lehrinhalte gemeinsam erarbeiten und sich gegenseitig vermitteln – mit dem ausdrücklichen Ziel, die Perspektive der jeweils anderen Berufsgruppe kennenzulernen. Im medizinischen Bereich werden ergänzend Lehrvideos eingesetzt. Pflegeauszubildende vertiefen das Erlernte zusätzlich im Format „Peer am Mittag“, in dem praxisnahe Themen wie einzelne Krankheitsbilder oder der Umgang mit herausfordernden Patientensituationen im Vordergrund stehen.

Positive Rückmeldungen – Ausweitung auf weitere Bereiche geplant

Die ersten Evaluationen fallen durchweg positiv aus. Patientinnen und Patienten heben insbesondere die umfassende Betreuung, die fachliche Kompetenz sowie die verständliche Information während des stationären Aufenthalts hervor. Aufgrund des gelungenen Projektstarts sollen vergleichbare Konzepte künftig auch in anderen Bereichen der Universitätsmedizin Mainz umgesetzt werden.

„Die InSta zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen schon in der Ausbildung ist. Pflegeauszubildende und Medizinstudierende lernen hier gemeinsam und gewinnen frühzeitig Einblicke in die Perspektiven der jeweils anderen Berufsgruppe“, sagt PD Dr. Yvonne Huber, Oberärztin an der I. Medizinischen Klinik und ärztliche Projektleitung der InSta.

„Mit dem attraktiven Angebot der Ausbildungsstation möchten wir nicht nur die Ausbildungsqualität weiter stärken, sondern auch motivierte Pflegefachpersonen für unser Pflegeteam gewinnen“, betont Rüdiger Uhl, Departmentleitung Pflege- und Gesundheitsfachberufe Innere Medizin und Immunologie.

„Die positiven Rückmeldungen der Auszubildenden, Studierenden und Projektverantwortlichen zeigen, wie wichtig es ist, Heraus- und Anforderungen frühzeitig im Ausbildungs- und Lehrprozess zu implementieren. Hier rückt zunehmend die interprofessionelle Ausbildung und damit später die Zusammenarbeit in den Fokus – mit dem Ziel die medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung zu unterstützen und zu verbessern. Dank des gelungenen Projektstarts und -verlaufs werden dieses bzw. vergleichbare Konzepte auch in anderen Bereichen der Universitätsmedizin Mainz umgesetzt. Ein besonderes Dankeschön an das interprofessionelle Projektteam!“, sagt Kathrin Zednik, Vorstand Pflege- und Gesundheitsfachberufe an der Universitätsmedizin Mainz.

Die InSta an der Universitätsmedizin Mainz ist ein praxisnahes Beispiel dafür, wie interprofessionelle Zusammenarbeit bereits in der Ausbildung verankert werden kann. Angesichts des Fachkräftemangels in Pflege und Medizin kommt solchen Formaten eine doppelte Funktion zu: Sie verbessern die Ausbildungsqualität und stärken zugleich die Attraktivität der Einrichtung als Arbeitgeber.

Quelle: Universitätsmedizin Mainz

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