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Krankenhäuser wollen Leistungsangebote für die Region Osnabrück langfristig sichern

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Krankenhäuser wollen Leistungsangebote für die Region Osnabrück langfristig sichern

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Zielbild der Kooperation zwischen Klinikum Osnabrück und Niels-Stensen-Kliniken nimmt weiter Gestalt an

Osnabrück/Georgsmarienhütte. Gewachsenes Vertrauen und erste gemeinsame Projekte der letzten Jahre haben den Weg für Kooperationsgespräche zwischen dem Klinikum Osnabrück und dem Marienhospital Osnabrück sowie Franziskus-Hospital Harderberg (beide Niels-Stensen-Kliniken) geebnet. Durch die Krankenhausreform des Bundes nimmt dieser Prozess nun Fahrt auf. Die Träger verständigen sich darauf, Doppelstrukturen abzubauen und Leistungsangebote standortbezogen zu bündeln. Damit soll das umfassende medizinische und pflegerische Angebot in der Region auf Niveau der Maximalversorgung langfristig gesichert und zukunftsfähig aufgestellt werden. Durch die Kooperation wird das Risiko eines möglichen Leistungsverlustes in der medizinischen Versorgung der Menschen in der Region reduziert. Gleichzeitig wird die Region für medizinische Fachkräfte an Attraktivität gewinnen, da zum Beispiel umfassende Weiterbildungsangebote etabliert werden können, die ansonsten nur Universitätsklinika vorhalten.

Die Gesellschafter und Aufsichtsräte der Krankenhäuser haben für das langfristige Zielbild jetzt gemeinsame Leitplanken für eine stationäre Versorgung definiert. Dazu haben die Vertreter der Gesellschaften und die Geschäftsführungen einen „Letter of Intent“ unterschrieben. Die Leitplanken werden im nächsten Schritt – auch mit Blick auf mögliche Investitionen – detaillierter ausgearbeitet. Ziel ist es, jeden Standort mit einem eigenen medizinischen Profil zu stärken. 

Beide Partner favorisieren die stufenweise Umsetzung des folgenden medizinischen Zielbildes: Die Notfallversorgung erfolgt in enger Kooperation zwischen allen Standorten, insbesondere dem Klinikum Osnabrück und dem Marienhospital Osnabrück. Das Klinikum Osnabrück würde die umfassende Notfallversorgung und das Marienhospital Osnabrück die onkologische Schwerpunktversorgung übernehmen. Das Leistungsangebot des Franziskus-Hospitals Harderberg würde orthopädisch geprägt sein.

Die wirtschaftliche Situation beider Träger setzt voraus, dass die für den Kooperationsprozess notwendigen Fördermittel bereitgestellt werden. Ohne diese gezielte finanzielle Unterstützung wird eine Kooperation nicht umsetzbar sein, da ihre Umsetzung umfangreiche bauliche Maßnahmen an den Standorten des Klinikums und des Marienhospitals notwendig macht. 

Einen verbindlichen Zeitrahmen für eine mögliche Umsetzung des Zielbildes gibt es noch nicht. Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung sowie die Kostenträger sind eng in die Prozesse eingebunden. 

Der Projektplan sieht vor, dass alle wesentlichen Grundsatzfragen bis Mitte 2026 geklärt werden. Dazu gehören insbesondere die gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung, die zukünftige Finanzierung, die finanziellen Verpflichtungen und nicht zuletzt auch die kulturellen Unterschiede der Träger. 

„Der ´Letter of Intent` ist ein wichtiger Schritt, um die Kräfte zu bündeln und den nachteiligen Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern in der Region zu beenden. Oberstes Ziel ist es, die medizinische Versorgung auf höchstem Niveau abzusichern und eine verlässliche Grundlage für die Zukunft der Gesundheitsversorgung zu schaffen. Gleichzeitig verbessern wir damit die Wirtschaftlichkeit der beteiligten Häuser deutlich“, betont Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter.

„Wenn Krankenhäuser gemeinsam handeln, profitieren die Menschen in der Region: Wir erhoffen uns durch unsere Kooperation eine verbesserte Versorgung für die Patientinnen und Patienten in Stadt und Landkreis Osnabrück“, sagt Weihbischof Johannes Wübbe, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Niels-Stensen-Kliniken.

Quelle: Niels-Stensen-Kliniken

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