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RGZ (Regionales Gesundheitszentrum) neu in Holzminden

Hand stapelt Holzklötze

RGZ (Regionales Gesundheitszentrum) neu in Holzminden

Aus der Praxis

3 MIN

HC&S und consus.health gestalten mit RGZ Holzminden die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Düsseldorf/Freiburg. In Holzminden entsteht Deutschlands erstes Regionales Gesundheitszentrum (RGZ), das von Beginn an als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung konzipiert wurde. Ab April 2025 geht Holzminden mit dem neuen Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) einen wegweisenden Schritt in der Gesundheitsversorgung. consus.health – Part of Accenture und HC&S haben eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung dieses innovativen Modells übernommen, das eine Brücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung schlägt und vollständig in den Krankenhausplan von Niedersachsen integriert ist. Ingo Goldammer von HC&S wird gemeinsam mit Tobias Orthmann von der RGZ Holzminden GmbH die Geschäftsführung des neuen Versorgers übernehmen.

„Mit schlanken und passgenauen Strukturen wird eine Lücke in der Versorgung geschlossen, für die es bisher kein Angebot gibt“, sagt Ingo Goldammer. Tobias Orthmann ergänzt: „Das neue Versorgungsangebot könnte Leuchtturmcharakter für andere Regionen haben.“ Ende 2023 ist das ehemalige Krankenhaus in Holzminden geschlossen worden. Mit Unterstützung von consus.health und HC&S wird schon heute die ambulante Versorgung durch ein kommunales Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sichergestellt. Das RGZ übernimmt nun einen Teil der stationären Gesundheitsversorgung und ergänzt die ambulanten Strukturen um 20 stationäre Betten – 18 internistische und zwei chirurgische. Diese Struktur ermöglicht eine enge Verzahnung beider Versorgungsformen und entspricht genau dem in der Krankenhausreform angestrebten Konzept von Level-1i-Kliniken bzw. Sektorübergreifenden Versorgungseinrichtungen (SÜV).

Landkreis über RGZ

Der Landkreis Holzminden sieht in dem innovativen Versorgungsangebot ein Vorbild für ähnliche Regionen in Deutschland. Landrat Michael Schünemann unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Wir werden damit noch keine vollständige stationäre Versorgung des ehemaligen Krankenhaus Holzminden anbieten, aber das kommunale MVZ und das neu gegründete RGZ stellt die medizinische Versorgung unseres Landkreises sicher.“ Bürgermeister Christian Belke ergänzt: „Hier in Holzminden entsteht ein Positivbeispiel dafür, wie sich die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen künftig darstellen kann. Die Entwicklung des letzten Jahres sowie die Aussicht auf die sinnvolle Ergänzung des ambulanten Angebotes mit passgenauen stationären Strukturen macht uns allen Hoffnung auf eine auch mittelfristig belastbare Gesundheitsversorgung in unserer Region. Dieser nächste Entwicklungsschritt bestätigt unseren gemeinsam eingeschlagenen Weg.“

Während es bereits RGZ in Niedersachsen gibt – etwa in Bad Gandersheim, Norden und Ankum – ist das RGZ Holzminden das erste RGZ, welches nicht unmittelbar als Folge der Schließung eines Krankenhauses entsteht. So war es möglich, zunächst das MVZ zu etablieren und jetzt sinnvoll um die stationäre Versorgung zu ergänzen. Damit unterscheidet es sich grundlegend von den bisher etablierten RGZ, die aus bestehenden Strukturen heraus entwickelt wurden.

Quelle: consus.health

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