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Bessere Versorgung durch digital gestützte Versorgungssteuerung

Versorgung

Stefanie Stoff-Ahnis

Bessere Versorgung durch digital gestützte Versorgungssteuerung

Digitalisierung

2 MIN

GKV-Spitzenverband zu neuem Navigationstool

Berlin. Die drei Säulen für eine moderne, digitalgestützte Primärversorgung werden ein digitales Navigationstool, die elektronische Überweisung und die elektronische Terminvermittlung sein. Auf Basis dieser Pläne des GKV-Spitzenverbandes sagte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) „Wir müssen das deutsche Gesundheitswesen endlich in die digitale Gegenwart bringen.“ Das sei insbesondere angesichts des Fachkräftemangels und der Finanzierungsprobleme überfällig, so Stoff-Ahnis zum RND. Demnach solle ein digitales „Navigationstool“ eingeführt werden, das in bestimmten Fällen ohne jeden Arztkontakt Rezepte oder Überweisungen zum Facharzt ausstellen kann.

Neutrale Terminbörse

Durch strukturierte Fragen und die Nutzung der Daten aus der elektronischen Patientenakte sollen die Dringlichkeit festgestellt und der Patient an die richtige Stelle im Gesundheitswesen weitergeleitet werden. Infrage kommen neben einem Termin beim Hausarzt die Übersendung in die Notaufnahme, die Vermittlung einer Video-Sprechstunde oder die (elektronische) Überweisung zu einem Facharzt, wie der RND berichtet. Dabei setze der GKV-Spitzenverband auf seinen Vorschlag, eine neutrale und transparente Terminplattform aufzubauen, wie der RND erläutert. „Hierbei geht es endlich nicht mehr um die Frage, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist, sondern lediglich um die medizinische Notwendigkeit“, sagte Stoff-Ahnis dem RND.

Rein digitale Versorgungsprozesse möglich

„Über das neue digitale Navigationstool soll es perspektivisch in bestimmten Fällen möglich sein, ohne einen Kontakt zu einem Arzt oder einer Ärztin eine Überweisung direkt zum Facharzt zu bekommen “, wie Stoff-Ahnis dem RND sagte. Denkbar sei auch, dass das Tool für gut eingestellte chronisch Kranke Folgerezepte ausstelle. „Es wird zukünftig sicherlich bestimmte Versorgungsprozesse geben, die rein digital abgewickelt werden können, ohne dass überhaupt noch ein ärztlicher Kontakt erforderlich ist“, ergänzte sie.

Quelle: GKV-Spitzenverband

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