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Düsseldorf HELAU! Krankenhäuser: AU!

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Düsseldorf HELAU! Krankenhäuser: AU!

Gesundheitspolitik

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Rosenmontagsumzug in Düsseldorf kommentiert wirtschaftliche Notlage der Kliniken

Düsseldorf. Der Rosenmontagsumzug in Düsseldorf hat in diesem Jahr auch auf die wachsenden Finanzprobleme der Krankenhäuser hingewiesen. Mit einem seiner 13 satirischen Motivwagen machte Wagenbauer Jacques Tilly auf die wirtschaftliche Notlage der Kliniken aufmerksam. Die drei Meter große Skulptur brachte es auf den Punkt – und die klare Botschaft auf die Straße: Die Krankenhäuser ringen mit weit aufgerissenen Augen nach Luft. Sie werden erdrückt von wachsenden Kosten, die schwer wie ein Fels auf ihnen liegen. Auf dem Felsen ruht Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach auf dem Bauch mit einem breiten Lächeln und mit einem Blümchen im Mund. Statt den Felsen wegzurollen und die Krankenhäuser von der Last zu befreien, bleibt der Bundesgesundheitsminister völlig unberührt – unbeeindruckt davon, dass die Krankenhäuser unter dem Kostendruck ächzen.

Mitarbeiterinnen einiger umliegender Krankenhäuser aus dem Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) begleiteten den Motivwagen in OP-Kleidung und verteilten Kamelle an die knapp 600.000 feiernden Menschen am Straßenrand. Der Künstler Jacques Tilly, der für seine scharfen satirischen Kommentare bekannt ist, hatte den Wagen bereits auf der großen Kundgebung von rund 10.000 Krankenhausmitarbeitenden am 20. September vor dem NRW-Landtag präsentiert. Gegenüber dem WDR erläuterte Tilly seine Skulptur zur wirtschaftlichen Notlage der Krankenhäuser so: Die Krankenhäuser könnten die Löhne nicht mehr zahlen, Insolvenzen drohten, aber Bundesgesundheitsminister Lauterbach scheine das nicht zu interessieren, er handle nicht.

Quelle: KGNW – Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.

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