Klinik soll Schutzraum für Menschen nach einer Krebsbehandlung werden
Bad Rappenau. Seit 1. April leitet Olaf Starke die MEDICLIN Kraichgau-Klinik in Bad Rappenau. Er wohnt in Landau an der Pfalz und hat langjährige Leitungserfahrung in unterschiedlichen Einrichtungen der Bereiche Rehabilitation, Akut und Pflege. Zuletzt war er Verwaltungsleiter von zwei Standorten der cts-reha-bw gGmbH. Er folgt auf Claudia Eilhauer, die die MEDICLIN Mitte März auf eigenen Wunsch verlassen hat.
Krebs und seine Folgen: gesellschaftliches Tabu
„Die Leitung der Kraichgau-Klinik ist für mich etwas ganz Besonderes, weil sie eine Fachklinik für onkologische Rehabilitation ist. Krebs und seine Folgen – wie zum Beispiel Inkontinenz und andere körperliche Veränderungen, aber auch die psychische Belastung – sind immer noch stark tabuisiert. Wir möchten Menschen nach einer Krebstherapie einen Schutzraum bieten und unsere Patientenversorgung dahingehend weiter optimieren“, betont der neue Klinikleiter. „Wer eine onkologische Reha macht, befindet sich in einer besonders vulnerablen Lebenssituation und dem möchten wir als Klinik natürlich gerecht werden.“
Zukunftsgerichtete Weiterentwicklung
„An meinem ersten Tag hat mich das Klinikteam sehr herzlich aufgenommen und wir stehen bereits im regen Austausch“, sagt Olaf Starke. Themen gibt es genug: „Wir bereiten uns auf das neue Vergütungssystem der Deutschen Rentenversicherung (DRV) vor und arbeiten daran, klinische Behandlungspfade nach DRV-Vorgaben weiterzuentwickeln, zum Beispiel durch Standardisierung.“
Außerdem sollen einige Umbau- und Sanierungsprojekte weiter verfolgt bzw. abgeschlossen werden. Dazu gehört unter anderem die Renovierung und anschließende Wiedereröffnung des Schwimmbads, die Fortsetzung der Zimmersanierungen und Anpassungen mit Blick auf den Klimawandel: der verglaste Südeingang soll zum Beispiel einem besser isolierten Eingang mit wenig Glas weichen, um den Hitzeschutz zu verbessern.
„Zu unseren Vorbereitungen auf die Zukunft gehört außerdem ein Aufenthaltsbereich für ambulante Patient*innen, der neu entstehen wird, um uns zu ermöglichen, mehr onkologische Patient*innen auch ambulant zu behandeln“, erklärt der Kaufmännische Direktor. Der Trend zur Ambulantisierung sei auch in der Onkologie gut umsetzbar.
MEDICLIN-Regionalgeschäftsführer Norbert Schneider heißt den neuen Klinikleiter herzlich willkommen: „Ich freue mich, Herrn Starke als Teil der MEDICLIN begrüßen zu dürfen und wünsche Frau Eilhauer alles Gute für ihren weiteren Weg!“
Quelle: MEDICLIN
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