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Medizinstrategie des Brüderklinikums Julia Lanz

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Medizinstrategie des Brüderklinikums Julia Lanz

Aus der Praxis

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Medizinische Zentren zur Konzentration auf die Patientenversorgung

Mannheim. Das Brüderklinikum Julia Lanz reagiert auf die schwierigen Bedingungen für Krankenhäuser in der jetzigen Zeit und veröffentlicht die neue Medizinstrategie. Die stationäre Versorgung wird am Diako im Mannheimer Süden konzentriert.

Es ist bereits seit längerem bekannt, dass die stationäre Versorgung der medizinischen Fachabteilungen am Brüderklinikum Julia Lanz am heutigen Diako konzentriert werden sollen. Ursprünglich war der Plan, bis zum Jahr 2029 das Krankenhaus im Mannheimer Süden zum Schwerpunktversorger auszubauen. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation ist die Zusammenführung der stationären Versorgung deutlich früher notwendig als geplant und das obwohl die Auswirkungen der Krankenhausreformen noch nicht final einzuschätzen sind.

„Die zeitnahe Umsetzung der Medizinstrategie ist erforderlich, um unter aktuellen wirtschaftlichen und gesetzgeberischen Rahmenbedingungen die medizinische Versorgung und die Versorgungsqualität für die Region Mannheim am Brüderklinikum Julia Lanz zu sichern“, so Dr. Frank Zils, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe.

Im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung wurden die Mitarbeitenden beider Häuser über die aktuellen Pläne informiert. Es werden hochspezialisierte Zentren gebildet, um die Patientenversorgung und die medizinische Qualität auf gleichbleibend hohem Niveau zu sichern.

Die Akutgeriatrie, Neurologie mit Stroke Unit, Palliativmedizin, Alterstraumatologie und Geriatrische Rehabilitation werden unter dem Dach des Zentrums für Altersmedizin zusammengefasst. Das Internistische Zentrum wird gebildet mit den Fachabteilungen Kardiologie, Gastroenterologie und Intensivmedizin. Ein Chirurgisches Zentrum umfasst künftig das Muskuloskelettale Zentrum (Orthopädie und Unfallchirurgie), Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gynäkologie sowie Intensivmedizin. Ein eigenes Zentrum bildet die Geburtsmedizin.

Damit basiert die Medizinstrategie auf vier medizinisch starken Pfeilern und ermöglicht es, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern und für die Patienten effektiv und effizienter zu gestalten. „Wir sind uns sicher, durch die Zentralisierung den wirtschaftlichen Herausforderungen zukunftweisend gewachsen zu sein“, erklärt die stellvertretende kaufmännische Direktorin Julia Bergmann.

Bedauerlicherweise beinhaltet diese Entscheidung die beabsichtigte Schließung von Fachabteilungen. Dazu gehören die Gefäßchirurgie, die Hals-Nasen-Ohren-Belegabteilung und die Urologie zum Ende des Jahres sowie die Pneumologie bis Mitte 2026. Für dieses Vorhaben laufen derzeit Gespräche mit dem Gesundheitsministerium.

Basierend auf den Ergebnissen des Sanierungskonzeptes sowie der Medizinstrategie sind ab Ende Oktober 2025 Sozialplanverhandlungen gemeinsam mit den Mitarbeitervertretungen geplant.

„Unser oberstes Ziel ist es, auch in dieser schwierigen Situation faire Lösungen für alle Beschäftigten zu finden“, betont die Regionalleiterin Dr. Ulrike Heesemann. „Wir stehen in engem Austausch mit den betroffenen Teams und werden jede einzelne Person in diesem Prozess individuell begleiten.“

„Darüber hinaus sind wir sehr aktiv in Gesprächen mit dem Universitätsklinikum Mannheim, um unsere gestalterischen Möglichkeiten auszuschöpfen und erleben dort auch großes Interesse an einer gemeinsamen, zukunftsfähigen Neuaufstellung der medizinischen Versorgung der Stadt Mannheim. Auch mit der Stadt Mannheim und dem Oberbürgermeister Herrn Christian Specht gehen wir in einen engen Austausch“, so Heesemann weiter.

Den aktuellen Planungen zufolge werden alle medizinischen und nicht-medizinischen Abteilungen bis Ende 2027 vom Theresienkrankenhaus in das heutige Diako umziehen.

Quelle: Brüderklinikum Julia Lanz

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