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St. Augustinus-Krankenhaus Düren: Neue Hubschrauberlandestelle für schnelle Luftrettung von Notfallpatienten

Die neue Hubschrauberlandestelle in Düren.

St. Augustinus-Krankenhaus Düren: Neue Hubschrauberlandestelle für schnelle Luftrettung von Notfallpatienten

Aus der Praxis

3 MIN

Optimierte Notfallbehandlung durch erweitere Infrastruktur insbesondere für unfallchirurgische und neurologische Patienten

Düren. Das St. Augustinus-Krankenhaus Düren-Lendersdorf hat seine Notfallversorgung durch die Inbetriebnahme einer neuen Hubschrauberlandestelle maßgeblich verbessert. Diese Erweiterung ermöglicht eine schnellere und effizientere Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schweren Verletzungen sowie neurologischen Notfällen wie Schlaganfällen.

Die neue Landestelle verbessert sowohl die Primärversorgung – die direkte Aufnahme von Unfall- oder Notfallpatientinnen und -patienten – als auch die Sekundärversorgung, also Verlegungen zwischen Krankenhäusern. Patientinnen und Patienten, die unverzüglich eine hochspezialisierte Behandlung benötigen, können im Falle einer Luftrettung schneller in eine Fachklinik im St. Augustinus-Krankenhaus oder in andere spezialisierte Kliniken transportiert werden, was einen entscheidenden Vorteil für eine optimale Versorgung darstellt.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie profitiert erheblich von der neuen Landemöglichkeit. Schwerverletzte, beispielsweise nach Verkehrs- oder Arbeitsunfällen, können nun per Hubschrauber schnellstmöglich zum Krankenhaus gebracht und ohne Verzögerung in der Notaufnahme versorgt werden, wodurch wertvolle Zeit im Straßenverkehr eingespart wird. Das St. Augustinus-Krankenhaus verfügt über einen unfallchirurgischen Schwerpunkt mit spezialisierten Ärztinnen und Ärzten für die Behandlung des gesamten menschlichen Bewegungsapparates. Im Schockraum werden schwerverletzte Patientinnen und Patienten interdisziplinär und mit der Anästhesie zunächst stabilisiert und anschließend der weiteren Diagnostik und Therapie zugeführt. Moderne bildgebende Verfahren wie Computertomographie und Kernspintomographie stehen hierfür zur Verfügung und unterstützen eine schnelle Behandlung. Zudem ist die Unfallchirurgie zur Behandlung von Arbeitsunfällen (BG-Heilverfahren) inklusive dem Verletzungsartenverfahren (VAV) mit der Befugnis zur Behandlung Schwerverletzter zugelassen.

Auch die im Kreis Düren einzige Klinik für Neurologie des St. Augustinus-Krankenhauses erfährt durch die neue Hubschrauberlandestelle eine bedeutende Optimierung. Bei Verdacht auf Schlaganfall oder Blutgerinnsel, beispielsweise infolge schwerer Kopfverletzungen, zählt jede Minute. Dank der direkten Luftanbindung können Patientinnen und Patienten ohne Verzögerung in die spezialisierte Stroke Unit gebracht werden, wo ein erfahrenes Team aus spezialisierten Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden mit modernen bildgebenden Verfahren sofort die Behandlung einleiten kann. Die Stroke Unit bietet eine intensive Überwachung und Therapie, um bestmögliche Behandlungsergebnisse zu erzielen.

„Jede Sekunde kann über Leben und Lebensqualität entscheiden. Mit unserer neuen Hubschrauberlandestelle haben wir eine essenzielle Erweiterung unserer Notfallmedizin geschaffen. Wir sind stolz darauf, unseren Patientinnen und Patienten diese verbesserte Versorgung bieten zu können“, betont Renardo Schiffer, Geschäftsführer im St. Augustinus-Krankenhaus Düren.

Der Bau der Hubschrauberlandestelle war eine wichtige Investition in die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung. Mit Gesamtkosten von rund 200.000 Euro wurde die Infrastruktur in Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung des Lendersdorfer-Krankenhauses und der Josefs-Gesellschaft auf den neuesten Stand gebracht. In enger Abstimmung mit der zuständigen Stadt- und Luftfahrtbehörde wurde die Landestelle konzipiert und neu gebaut. Die günstigen Flugkorridore am St. Augustinus-Krankenhaus gewährleisten einen reibungslosen Betrieb für eine Luftrettung.

Mit der neuen Hubschrauberlandestelle positioniert sich das St. Augustinus-Krankenhaus als noch leistungsfähigeres Zentrum für Notfallmedizin in den Bereichen Unfallchirurgie und Neurologie. Patientinnen und Patienten aus der gesamten Region profitieren von der schnelleren und verbesserten Versorgung. Diese Erweiterung zeigt, wie moderne Infrastruktur direkte Auswirkungen auf das Wohl der Menschen in der Region hat.

Quelle: Josefs-Gesellschaft gAG

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