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Neunkirchen: Lösung für Krankenhausstandort gefunden

Neunkirchen

Neunkirchen: Lösung für Krankenhausstandort gefunden

Aus der Praxis

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Doppelstrukturen werden abgebaut und zukunftsweisendes Zentrum für Frauen, Mütter, Kinder und Jugend entsteht

Saarbrücken. Das saarländische Gesundheitsministerium und die Marienhaus-Gruppe haben nach erneuter Prüfung aller Optionen in einer Pressekonferenz die neuen Pläne für das Marienhaus Klinikum Neunkirchen vorgestellt. Damit werden Doppelstrukturen abgebaut und die Krankenhausstandorte im Landkreis Neunkirchen und St. Wendel gestärkt.

Die Einigung sieht vor, dass das Marienhaus Klinikum Neunkirchen zu einer zukunftsweisenden Fachklinik für die Bereiche Frauenheilkunde, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin umstrukturiert werden soll, die dem stetig steigenden Bedarf in diesem Segment Rechnung trägt.

Gesundheitsminister Magnus Jung: „Es ist gut, dass nach vielen Monaten intensivster Gespräche eine Lösung im Einvernehmen mit den Trägern für die medizinische Versorgung in Neunkirchen und St. Wendel gefunden wurde. Damit werden im Raum Neunkirchen vorhandene Doppelstrukturen abgebaut und die somatische Versorgung langfristig gesichert. Das war von Beginn an das Hauptziel der saarländischen Landesregierung. St. Wendel wiederum behält seine bisherigen Fachgruppen und soll nachhaltig gestärkt werden. An notwendigen Investitionen in den beiden Landkreisen wird sich das Land beteiligen. Mit den neuen Plänen haben wir eine gute Grundlage dafür geschaffen, den Herausforderungen einer sich wandelnden Krankenhauslandschaft Stand halten zu können. Mit der Entscheidung zur Umstrukturierung des Marienhaus Klinikum Neunkirchen zu einer zukunftsweisenden Fachklinik werden die ursprünglichen Pläne, die Geburtshilfe nach St. Wendel verlagern zu wollen, beidseitig nicht weiterverfolgt.“

Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe: „In der schwierigen Transformation des Gesundheitswesens im Saarland waren auch wir gefordert, Veränderungen und damit Kompromisse anzunehmen. Als nicht gewinnorientiert ausgerichtetes Sozialunternehmen wird uns durch die Wandlung unseres Klinikums in Neunkirchen die Möglichkeit gegeben, als Schwerpunktversorger für Frauen, Mütter, Kinder und Jugendliche langfristig die Versorgung zu sichern und sehr viele Arbeitsplätze dauerhaft erhalten zu können. Zugleich gehen wir hier gemeinsam mit der Politik als bundesweit erste Fachklinik für Frauen, Mütter, Kinder und Jugend einen innovativen neuen Weg der Schwerpunktversorgung.“

Die geplante Umstrukturierung sieht folgende Veränderungen vor

  • Leistungen der Notfallversorgung, der Inneren Medizin und der Allgemeinen Chirurgie werden zukünftig am Standort des Diakonie Klinikums Neunkirchen konzentriert. Das Diakonie Klinikum wird gestärkt und hat eine klare Zukunftsperspektive.
  • Das Marienhaus Klinikum Neunkirchen spezialisiert sich auf die Bereiche Frauenheilkunde, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin. Das Klinikum wird zukünftig eine Notfallambulanz für die Kinder- und Jugendmedizin sowie die Gynäkologie anbieten. Damit wird sich das Klinikum auf seine ausgewiesene Expertise konzentrieren und ein Alleinstellungsmerkmal in Neunkirchen erhalten.
  • Ergänzt werden diese Fachklinik-Versorgungsbausteine durch die Kinder-Intensivstation, dem Sozialpädiatrischen Zentrum für Kinder und Jugendliche (SPZ), einem neuen medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Kinder- und Jugendmedizin sowie neuen Kinder- und Jugendbetreuungsangeboten (Kleinkind- sowie Mutter-Kind-Wohngruppen) durch die Marienhaus Kinder- und Jugendhilfe. Im weiteren Verlauf ist der Ausbau des wichtigen Leistungsspektrums am SPZ geplant. Die Schaffung eines zusätzlichen Versorgungsangebotes für Kinder und Jugendliche im psychischen und psychosomatischen Bereich wird aktuell geprüft. Dieses Angebot ist einzigartig und wird die stetig steigende Nachfrage für eine sichere Versorgung der nächsten Generationen bedienen. Zugleich wird die Marienhaus-Gruppe ihren Standort in St. Wendel mit den dort vorhandenen Fachgruppen, inklusive der konservativen Orthopädie, stärken.
  • Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von der Umstrukturierung der Marienhaus Klinikum Neunkirchen betroffen sind, wird eine verantwortungsvolle Lösung möglichst innerhalb der Unternehmensgruppe gefunden.
  • Die strukturellen Veränderungen sollen frühestens zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.

„Die Abkehr vom ursprünglich kommunizierten Plan resultiert aus einer Neubewertung der Optionen seitens des Ministeriums und der Marienhaus-Gruppe. Meine oberste Priorität ist die langfristige Sicherstellung einer guten medizinischen Versorgung im gesamten Saarland, ohne dass es zu unkontrollierten Krankenhausschließungen kommt. Dieses Ziel können wir mit der heute vorgestellten Lösung erreichen“, betont Jung abschließend.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit Saarland

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