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Uniklinik RWTH Aachen und Luisenhospital intensivieren Zusammenarbeit

Uniklinik

Freuen sich auf die weiteren „Koalitionsverhandlungen“ und die anstehende Zusammenarbeit (v. l.): Ralf Wenzel, Vorstandsvorsitzender des Luisenhospitals Aachen, und Univ.-Prof. Dr. med. Joachim Windolf, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik RWTH Aachen

Uniklinik RWTH Aachen und Luisenhospital intensivieren Zusammenarbeit

Aus der Praxis

3 MIN

Klare Rollen und gebündelte Stärken sind die Erfolgsfaktoren

Aachen. Die Krankenhausreform bringt große Veränderungen mit sich: mehr ambulante Leistungen, weniger Doppelstrukturen und eine gezielte Bündelung stationärer Medizin. Vor diesem Hintergrund intensivieren die Uniklinik RWTH Aachen und das Luisenhospital Aachen ihre Zusammenarbeit. Sie überführen sie in eine strategische Partnerschaft autonomer Einrichtungen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung für Aachen und die Region langfristig zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht eine eng abgestimmte Zusammenarbeit. Das Ziel ist, die jeweiligen Stärken beider Häuser gezielter miteinander zu verbinden. Dabei sollen perspektivisch klare Rollen in der Versorgung entwickelt und medizinische Leistungen stärker koordiniert werden. Die Partner verfolgen das gemeinsame Anliegen, ein leistungsfähiges und aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem zu schaffen. Dies soll das ambulante und stationäre Angebote sinnvoll miteinander verzahnen. Dazu gehört auch der Standort Franziskus, an dem das ambulante Potenzial weiter fokussiert werden soll.

Gemeinsame Weiterentwicklung spezialisierter Bereiche

Ein erster Schwerpunkt der Kooperation liegt im Bereich der Altersmedizin (Geriatrie). Hier arbeiten beide Häuser bereits eng zusammen und planen, den Bereich gemeinsam weiter zu stärken, unter anderem kurzfristig durch einen Personalaustausch im ärztlichem Bereich und die Nutzung bestehender Expertise. Auch in weiteren medizinischen Leistungsbereichen wird geprüft, wie die Zusammenarbeit künftig vertieft und weiterentwickelt werden kann. Die strategische Partnerschaft ist dabei bewusst als dynamischer Prozess angelegt, in dem zusätzliche Schwerpunkte folgen können.

Letter of Intent als wichtiger Meilenstein

Einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg haben beide Häuser bereits erreicht: Die Aufsichtsräte der Uniklinik RWTH Aachen und des Luisenhospitals Aachen haben einem Letter of Intent zugestimmt, der die Grundlage für die nächsten Schritte der strategischen Partnerschaft bildet. Univ.-Prof. Dr. Joachim Windolf, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik RWTH Aachen, betont: „Die Krankenhausreform verlangt von uns allen, Versorgungsstrukturen neu zu denken. Mit der strategischen Partnerschaft schaffen wir klare Perspektiven und bündeln unsere Stärken zum Nutzen der Patientinnen und Patienten.“

Auch Ralf Wenzel, Vorstandsvorsitzender des Luisenhospitals Aachen, unterstreicht: „Wir entwickeln gemeinsam mit der Uniklinik ein abgestimmtes Versorgungssystem für Aachen. Die enge Kooperation eröffnet neue Chancen, medizinische Qualität weiter zu steigern und die Versorgung nachhaltig zu sichern.“ Die Partnerschaft hat darüber hinaus das Potenzial, als beispielgebendes Modellprojekt öffentliche Fördermöglichkeiten zu erschließen und als Vorbild für eine nachhaltige regionale Gesundheitsversorgung zu dienen.

Perspektiven für Mitarbeitende

Die strategische Partnerschaft ist ausdrücklich auf Stabilität und Entwicklung ausgerichtet. Das betrifft auch die Beschäftigten, denn die Kooperation soll langfristige Perspektiven eröffnen, insbesondere durch gemeinsame Weiterbildungsmöglichkeiten, attraktive Karrierewege und die Stärkung des Verbunds in Zeiten des bundesweiten Fachkräftemangels.

Ralf Wenzel erklärt dazu: „Unser Ziel ist es, die medizinische Qualität weiter zu steigern und gleichzeitig sichere Arbeitsplätze sowie Entwicklungsmöglichkeiten an beiden Standorten zu unterstützen.“

Univ.-Prof. Dr. Joachim Windolf ergänzt: „Durch die enge Kooperation können Mitarbeitende von strukturierten Weiterbildungsmöglichkeiten und attraktiven Karrierewegen profitieren – über alle Berufsgruppen hinweg.“

Quelle: Uniklinik RWTH Aachen

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